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„Naja, muss ich ja nicht gleich diesen Sommer anziehen…“ – Strickprojekte Ende März

Ich weiß nicht, ob man das Spektakuläre an der Angelegenheit erkennen kann: Hier handelt es sich um den immerhin schon knapp vier Zentimeter langen Beginn meines endlich in Angriff genommenen Marinière aus Tynn Line von Sandnes, das ich ganz alleine von meinem eigenen Geld bei Maschenfein gekauft habe und für das ich – vorbehaltlich der noch zu erprobenden Trageeigenschaften – schon mal wärmstens Werbung machen kann. (Für Maschenfein übrigens auch. Auch unbeauftragt.) Anders als angegeben verstricke ich das wirklich bemerkenswert dünne Garn nicht mit Nadelstärke 2, was viele ja schon für kaum noch mit Menschenrechtskonventionen vereinbar halten, sondern mit 1,75, weil ich so auf ein pervers gleichmäßiges Maschenbild stehe und das mit immer etwas dünneren Nadeln als vorgeschlagen überzeugender erziele. Aber 1,75 – Leute, Leute, das ist nichts für schwache Nerven, und für die ersten vier Zentimeterchen habe ich wahrscheinlich ähnlich lange gebraucht wie für komplette Schulterpassen anderer, normalerer Projekte. Zum Glück ist ja aber ein Marinère ein dermaßen zeitloses Kleidungsstück, dass es… naja, dann auch ab dem Sommer 2021 zur Bereicherung meiner Garderobe beitragen kann – und dann ohnehin größere Chancen hat, stilecht an der See eingeweiht zu werden. 

Dass ich unbedingt einen selbstgestrickten sommerlichen klassischen Streifenpullover brauche, war mir spätestens bei Kathrins (holycows) Vorstellung ihres Exemplars im letzten Sommer klar. Nicht dass ich nicht schon über reichlich blau-weiß- und auch weiß-blau-gestreifte T-Shirts und auch dünnere Pullover verfügen würde, aber die sehr coole Variante mit größerer weißer Passe fehlt noch in meinen Beständen und außerdem trage ich mittlerweile am allerliebsten Raglan und gemütlich oversized. Und überhaupt. Selbergestrickt eben. Meine Variante bekommt – gemütlich oversized auch hier – normal weite, aber lange, die Handfläche halb überdeckende Ärmel… und ich hoffe dennoch auf Sommertauglichkeit. Die Zusammensetzung des Garns (Baumwolle, Leinen, Viskose) und das sehr dünne Gewebe (Hatte ich erwähnt, dass ich mit Nadelstärke 1,75 stricke?) werden da schon für sorgen. Sprecht mich im Juli 2021 nochmal drauf an.

Parallel dazu entsteht dieser Pullover, ein Sandnes-Kindermodell, das ich in ein Erwachsenenmodell verwandle – ziemlich schlicht durch die Vergrößerung des Ausschnitts, wodurch sich dann der Rest ergibt. Dadurch verändert sich natürlich das Verhältnis von Streifen- und Pulloverbreite, was hoffentlich der Sache keinen Abbruch tut.

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